Lucy

Lucy, geb. 14. Juni 2019, ist eine vom Veterinäramt beschlagnahmte, gelähmte Amstaff-Hündin. 


Lucy, die Powermaus

Das Powermädel kam im Februar 2025 zu uns. Seit einem Unfall im September 2024 ist sie gelähmt. Dies hält sie nicht davon ab, samt Rolli in den Bach oder in den See zu stürzen. Lucy = Lebensfreude. Sie liebt es möglichst viel Menschen und Trubel um sich zu haben. Mit kleinen wie grossen Menschen ist sie super fein. In die Gruppe hat sie sich super gut eingelebt.

Lucy erlitt im September 2024 beim Spielen einen Unfall. Das vorliegende MRT zeigt eine Kompression auf der Höhe von Th 12/13. Chirurgisch konnte nichts getan werden. Leider wurde die tägliche Physio versäumt, so dass es zu der Versteifung ihrer Beine kam. Zurück blieb auch die Harn- und Kotinkontinenz. 

Wesen: Lucy ist eine menschenbezogene sehr liebenswerte Hündin, die alle Menschen gerne hat. Momentan lebt sie in einer Hundegruppe verschiedenster Mischlinge und hat sich hier gut eingelebt Sie liebt Autofahren und ist gerne unter Menschen (Hauptsache was los). Ebenso begeistert ist sie von Wasser und stürzt sich gerne auch mit Rolli in die Fluten.

Wir lieben Lucy, finden aber, dass ein Daheim, welches ihrem Power gerecht werden kann, der Sechser im Lotto für sie wäre. Menschen, die sie überallhin mitnehmen wäre das Grösste für sie.

Amputation hintere Gliedmassen am 9. April 2026

Lucys Hinterbeine liessen sich leider auch intensivste Physio nicht mehr in Beugung bringen. Die versteiften Hinterbeine führten zum Hängenbleiben an Türrahmen, zu einem verdrehten Rücken und sehr viel Kraftaufwand in der Fortbewegeung. Über Monate hinweg stand eine mögliche Amputation der Hinterbeine im Raum. Da ich eine Gegnerin davon bin, gelähmten Hunden die Beine zu amputieren (da gehen die Ansichten weit auseinander), tat ich mich sehr schwer mit dem Gedanken. Ein Vorgespräch bei Dr. Nico Kipfer (Kleintierchirurg) und bei Dr. Gaby Wyss (Neurologin und Verhaltenstierärztin) halfen mir zur Entscheidung, diesen Schritt zu gehen.

Stand Mitte Mai 2026: Die Wunden sind gut verheilt und Lucy ist wieder fit. Vor der OP standen auch Phantomschmerzen als Gedanken im Raum. Lucy hatte vor der OP allerdings KEINE Tiefensensibilität in den Pfoten. Bis anhin macht sie nicht den Eindruck, dass die fehlenden Beine Negatives auslösen. Ihre Körperhaltung wurde besser, sie kann wieder auf der Seite liegen und sie ist sehr schnell in der Fortbewegung. Die Herausforderungen sind der Schutz der kleinen Stümpfe sowie der neue Rolli, der sie gut halten muss, wenn sie wie eine wilde über Wiesen und Felder sprintet. Alles in allem war es die richtige Entscheidung diesen Schritt zu gehen. 

Ein herzliches Dankeschön geht an alle, die diesen Schritt mitgetragen haben, ich hatte sehr damit zu kämpfen, ob ich mit Lucy den richtigen Weg gehe. Danken möchte ich auch Dr. Nico Kipfer. Auf für ihn war der Schritt, zwei Hintergliedmassen zusammen zu amputieren neu. Herzlichen Dank auch an alle Spenderinnen und Spender, die halfen die Operationskosten inkl. Vor- und Nachsorge zu tragen.

Bericht Neurologie Dr. Gaby Wyss 
Operationsbericht Dr. Nico Kipfer

Medikation: Lucy erhielt nur wenige Tage in der Vorbereitung Pregabalin. Ihre Reaktion bereits beim Einschleichen des Medikamentes (Verstopfung, extreme Schläfrigkeit, Verwirrtheit) veranlassten in Rücksprache mit dem Chirurgen zu einem Abbruch der Gabe. Sie erhielt nach der OP AB sowie Rimadyl. Danach wurde/wird die Darmflora und das Immunsystem mit Hilfe der Komplementärmedizin wieder aufgebaut und das Immunsystem gestärkt.

Lucys Beschäftigung

Regelmässig ist Lucy im Trailtraining. Sie ist eine Top-Trailerin. Da sie gerne Auto fährt, darf sie immer mit, wenn irgendwie die Möglichkeit besteht. 

Patenschaften

Wir würden uns über Patenschaften freuen. Ein Trail-Abo 10x kostet CHF 350 (Wir trailen beim SHZ-Suchhundezentrum Trainingsgruppen Rheintal).

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